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Term Definition
Duvak

Duvak ist eine verbreitete türkische Bezeichnungen für den Schleier (arab. Burqu').

Sehr häufig wird dieses Wort für den Schleier einer Braut (Gelin) verwendet.

Der Gesichtsschleier (arab. Niqāb) wird hingegen als Peçe bezeichnet.

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Eşarp

Türkische Bezeichnung für Schal, Halstuch oder Kopftuch.

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Exhibitionismus

Den Begriff „Exhibitionismus” kennen wir sowohl als Bezeichnung einer Sexualpräferenz (solche Personen erleben es als lustvoll, von anderen, meist fremden Personen nackt oder bei sexuellen Aktivitäten beobachtet zu werden; das Gegenstück ist der sexuelle Voyeurismus) als auch im übertragenen Sinn: Entweder eine übertriebene intime Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit oder Menschen, die sich gerne sexy, knapp bekleidet oder nackt zeigen.

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Farascha

Farascha (arab. فراشة) ist eher ein Stil. Der arabische Begriff bedeutet „Schmetterling“ und wird als Bezeichnung für einen Khimar verwendet, der durch seinen Schnitt an einen Schmetterling erinnert. Es gibt keine Ärmel im üblichen Sinn, sondern lediglich Öffnungen für die Hände. Beim Ausbreiten oder Ausstrecken der Arme entsteht der „Schmetterlingseffekt“.

Farascha kann auch ein Nikab-Stiil sein. Eine der Stofflagen wird so getragen, dass sie an einen Schmetterling erinnert.

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Fard

Das arabische Wort „Farḍ” bedeutet „(religiöse) Pflicht” oder „(göttliche) Verordnung” - es handelt sich dabei um religiöse Verpflichtungen, die Muslime bedingungslos zu erfüllen haben.

Es handelt sich um einen wichtigen Begriff in der islamischen Jurisprudenz. Wer die pflichtgemäßen Handlungen unterlässt, gilt als Ungläubiger.

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Fitna

Eine (schwere) Prüfung, eine Versuchung, eine Zeit der Prüfung.

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Frumka

Bezeichnung für einen meist schwarzer Ganzkörperschleier, den einige jüdische Frauen in Israel tragen, auch bekannt als „jüdische Burka”. Die Trägerinnen bezeichnen ihre Kleidung selbst als Šal (Shal), sich selbst als נשות השָאלִים (Nešót HaŠälím): „Shal tragende Frauen”.

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Geschlechtertrennung

Grundsätzlich darf eine Frau (außer mit anderen Frauen) nur mit ihrem Ehemann oder aber einem Mahram zusammen sein, einem Verwandten, mit dem sie die Ehe nicht eingehen darf.

Zwischen einer Frau und allen Männern, die nicht ihr Ehemann oder ein Mahram sind, herrscht strikte Geschlechtertrennung.

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Gesicht

Das Gesicht umfasst den gesamten Vorderkopf des Menschen, soweit dieser nicht vom Haupthaar bedeckt ist. Nach oben wird das Gesicht durch den Haaransatz begrenzt, nach unten durch die Unterkante des Bartansatzes (manche nehmen als untere Grenze die Unterkante des Unterkiefers an).

Zum Gesicht gehören also die Stirn, die Augenbrauen, die Augen, die Ohren, die Wangen, die Nase, der Mund und das Kinn, aber auch der obere Teil des Vorderhalses.

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Gesicht zeigen

Die Redewendung „Gesicht zeigen” bezieht sich auf Zivilcourage, Weltoffenheit, Widerstand gegen Ausgrenzung, Rassismus, Intoleranz, Kulturalismus und Ethnopluralismus, gegen alte und neue Rechte, gegen Rechtspopulismus und Nationalismus.

Es wird eigentlich nur in dieser sprichwörtlichen Bedeutung verwendet - zumindest im allgemeinen Wortschatz jedoch nicht in der wortwörtlichen Bedeutung, anderen sein Gesicht zu zeigen oder sogar in der Bedeutung, es gäbe eine buchstäbliche Pflicht, Gesicht zu zeigen.

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Ǧilbāb

Andere arabische Bezeichnung für eine Abaya, einen Čádor oder generell für einen weiten, knöchel- oder bodenlangen Mantel, der allenfalls das Gesicht und die Hände unbedeckt lässt.

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Ḥaǧǧ

Die Ḥaǧǧ (Haddsch) ist die große Pilgerfahrt nach Mekka, zu der jeder volljährige, freie und gesunde Muslim, egal ob Frau oder Mann, einmal im Leben verpflichtet ist, wenn er es sich leisten kann.

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Ḥalāl

Ḥalāl oder Mubāḥ ist etwas, das Muslimen erlaubt ist. Etwas Verbotenes wäre Ḥarām, etwas Verpöntes Makrūh.

Es ist beispielsweise Ḥalāl, dass eine muslimische Frau vor anderen Frauen oder einem Mahram Hidschāb und Niqāb ablegt.

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Halbschleier

Von der eigentlichen Wortbedeutung her ist ein Halbschleier die nicht vollständige Ausführung eines Schleiers, der den Körper, den Kopf, die Haare oder das Gesicht teilweise bzw. etwa zur Hälfte bedeckt.

Der Duden hingegen definiert den „Halbschleier” als einen „das Gesicht nur zur Hälfte bedeckender Schleier”, die berlin-brandenburgische Akademie der Wissenschaften als einen „Schleier, der das Gesicht nur zum Teil verhüllt”.

Gedacht ist ursprünglich an den klassischen Schleier, der an einem Hut befestigt wird und Augen sowie Nase bedeckt, also die obere Gesichtshälfte.

Folgerichtig ist aber auch an den Niqāb zu denken, der die Augen nicht bedeckt, sondern je nach Ausführung eine mehr oder weniger große Öffnung für die Augen beinhaltet.

Damit zählt der Niqāb (und insbesondere der sogenannte Halb- oder Ninja-Niqāb) zu den Halbschleiern und nicht zu den Vollschleiern, während der Chadri (oftmals fälschlich als „Burka” bezeichnet) ein Vollschleier ist.

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Handschuhe

Werden oft von verschleierten Frauen als Ergänzung zum Gesichtsschleier (Niqāb) getragen, meist aus sehr dünnem, dehnbarem Stoff, manchmal mit Blumenmustern o.ä. verziert.

Manchmal sind die Handschuhe recht kurz, andere reichen bis zum Ellenbogen.

Die Handschuhe sind der einzige Bestandteil islamischer Frauenkleidung, die eng am Körper anliegen und seine Konturen zeigen dürfen.

Manche Muslima ziehen es vor, ihre Hände (auch mit Handschuhen) unter ihrem Khimar zu verbergen, damit die Konturen nicht sichtbar sind.

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