Offene Gesellschaft

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Offene Gesellschaft

Die „offene Gesellschaft” ist ein auf Karl Popper zurückgehendes freiheitliches Gesellschaftsmodell. Hier geht es vor allem darum, die von Popper so genannten „kritischen Fähigkeiten des Menschen” freizusetzen. Die „offene Gesellschaft” ist eine freiheitliche Gesellschaft kritischer Bürger. Die „offene Gesellschaft” mischt sich in die Bekenntniswahl und die Religionsausübung der Bürger nicht ein. Soziale Bindungen, Traditionen und überlieferte Sitten spielen für die „offene Gesellschaft” eine untergeordnete Rolle. Eine größere Rolle spielen die Grundrechte; sie bilden das „Sittengesetz” der „offenen Gesellschaft”.

Mit einer „offenen Gesellschaft” ist ein Burkaverbot nicht zu haben - das gehört eher zu einer „geschlossenen Gesellschaft”.

Die „offene Gesellschaft” akzeptiert, dass eine muslimisiche Frau den Gesichtsschleier trägt, solange sie dies aus freien Stücken tut, und sucht nach Möglichkeiten der Integration und der Kommunikation. Sie wird die Verschleierung nur da einschränken, wo dies nach Faktenlage absolut notwendig ist.

Ein postfaktischer Umgang mit der Gesichtsverschleierung, wie wir ihn derzeit häufig erleben, passt nicht zu einer offenen Gesellschaft.

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