Mahram

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Term Definition
Mahram

Ein Mahram ist ein Mann, mit dem eine Frau nach islamischem Recht nicht die Ehe eingehen darf.

Damit ist er für sie kein fremder Mann, und sie darf sich vor ihm im Prinzip so zeigen, wie sie sich auch gegenüber Frauen zeigen darf.

Zu den Mahram gehören:

  • Der Vater und die Großväter der Frau,
  • der Vater ihres Ehemannes,
  • die Söhne der Frau und ihres Ehemanns,
  • die Brüder der Frau,
  • die Söhne der Brüder oder Schwestern der Frau,
  • die Brüder ihres Vaters und ihrer Mutter und
  • durch das Stillen zu Verwandten gewordene Männer (z.B. „Milchbrüder” oder von der Frau gestillte Säuglinge)

Ein Mahram muss kein Muslim sein, es kann sich auch um einen Nichtmuslim handeln, etwa um Verwandte einer zum Islam konvertierten Frau.

Eine Scheidung hebt die Mahram-Beziehungen zur Frau nicht auf (etwa zum Vater eines Ex-Ehemanns oder zu dessen Söhnen).

Stiefväter und Stiefbrüder zählen nach Meinung der meisten Gelehrten nicht zu den Mahram, andere nehmen nur die Stiefbrüder aus, lassen aber den Stiefvater als Mahram gelten.

Da eine Frau nicht alleine verreisen darf, muss entweder ihr Ehemann oder auch ein Mahram sie auf Reisen begleiten.

Ist ein Mahram anwesend, darf sie auch mit anderen Männern zusammenkommen.

Vor einem Mahram muss eine Frau nach Meinung der meisten Rechtsgelehrten keinen Hidschāb, keinen Niqāb und keine Handschuhe tragen. Im Prinzip darf sie sich ihnen so zeigen, wie sie sich auch gegenüber Frauen zeigen würde (Nacktheit ist auch unter Frauen verboten). 

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