Ḥiǧāb

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Term Definition
Ḥiǧāb

Der Begriff  حجاب Ḥiǧāb  bzw. Hidschāb bezeichnet meist die verhüllende Kleidung muslimischer Frauen (grundsätzlich ist der Begriff Ḥiǧāb theologisch weiter gefasst - siehe weiter unten).

Irrtümlich wird der Begriff häufig nur auf das Kopftuch bezogen, aber die Bedeckung des Kopfes ist nur ein Teil des Hidschāb.

Der Ḥiǧāb bedeckt den gesamten Körper einschließlich des Haupthaars und oft auch der Stirn, der Wangen und des Kinns. Lediglich Gesicht (Augenpartie, Nase und Mund), Hände und Füße müssen nicht bedeckt sein.

Ḥiǧāb ist grundsätzlich Farḍ, also Pflicht.

Der Ḥiǧāb kann um einen Niqāb (Schleier), um Handschuhe und um Socken bzw. Strümpfe ergänzt werden.

In den meisten islamischen Rechtsschulen wird der Niqāb als „Sunna” bzw. als empfehlenswert oder verdienstvoll betrachtet. Unter besonderen Umständen (die im islamischen Recht mit dem Stichwort „Fitnah” bezeichnet werden) kann darüber hinaus die Verhüllung des Gesichts, der Hände bzw. der Füße zur Pflicht werden.

Eine Frau, die regelmäßig Ḥiǧāb trägt, bezeichnet man als Ḥiǧābi oder Muḥaǧāba.

Ein Synonym für Ḥiǧāb (im Sinne der Kleidung) ist Burqu'.


In einem weiter gefassten Sinn meint Ḥiǧāb:

  • dass eine Frau nur ihrem Ehemann, anderen Frauen und dem Kreis ihrer Mahram zugänglich ist
  • dass sie sich vor allen anderen Personen stets verbirgt oder verhüllt
  • dass sie sich in ihrem Haus in Gegenwart anderer Personen entweder verhüllt oder in einen reinen Frauenbereich zurückzieht, der für fremde Männer Ḥarām ist (daher „Harem”)
  • dass sie sich in der Öffentlichkeit grundsätzlich verhüllt (Körper, Kopf und Haare, ggf. auch Gesicht und Hände)
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