Čádor

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Term Definition
Čádor

TschadorDer Čádor ist ein großes halbkreisförmiges Tuch, das Kopf und Körper der Trägerin bedeckt. In der Regel bleiben nur das Gesicht und die Hände unbedeckt.

Manchmal zieht die Trägerin den Čádor so eng um das Gesicht, dass auch dieses teilweise bedeckt wird (etwa bis unter die Nase).

Er wird über der übrigen Kleidung getragen.

Der Čádor ist vorne meist offen und muss dann entweder mit einer Nadel, Brosche o.ä. festgesteckt oder mit der Hand geschlossen gehalten werden. Dabei wird er manchmal so getragen, dass auch der Mund bedeckt ist.

Der Čádor ist vor allem im Iran unter der schiitischen Bevölkerung verbreitet (wo er gerade in den Städten immer mehr von Mantel und Kopftuch bzw. Khimar verdrängt wird) und wird von sunnitischen Frauen kaum getragen.

Das persische Wort Čádor bedeutet im Deutschen „Zelt”.

Ein ähnliches Kleidungsstück (allerdings ein Zweiteiler mit Rock und Oberteil) ist der türkische Çarşaf.

Der blaue Burqa', den manche Frauen in Afghanistan und Pakistan tragen und der einen integrierten Gesichtsschleier mit einem Stoffgitter im Augenbereich aufweist, wird Chadri genannt, was ebenfalls im Deutschen „Zelt” bedeutet (das reine Kopftuch heißt dort Chadar).

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