Wer heute an Nonnen denkt, denkt an einen Habit mit langem Schleier, der aber nicht das Gesicht bedeckt. Darin sieht man einen der wichtigen Unterschiede zwischen dem Habit der Nonnen und der „Burka“ der muslimischen Frauen.

Das war aber nicht immer so. Im Mittelalter trugen die Nonnen zumindest zu bestimmten Gelegenheiten auch einen Gesichtsschleier, und bei den Karmelitinnen (Schwestern des Ordens der Allerseligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel) war das auch in Deutschland noch bis in die 1970er Jahre so, wenn sie auf Nichtangehörige der Gemeinschaft (mit Ausnahme der Eltern oder Geschwister) trafen. Erst seit etwa 40 Jahren ist der Gesichtsschleier bei ihnen kein Teil der Tracht mehr.

Dieser Gesichtsschleier ähnelt weniger dem Nikab der Muslimas als vielmehr einem Sitar, wies also keine Öffnung für die Augen auf.