Nach einem Bericht des „Hamburger Abendblattes” (siehe hier) wundert sich Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), dass „Frauen Burka tragen möchten”.

Nun ja - die meisten verschleierten Frauen würden wohl nie auf die Idee kommen, eine Burqa tragen zu wollen. Von den schätzungsweise 400 - 600 Frauen, die in der Freien und Hansestadt Hamburg einen Niqāb tragen, sind es wohl nicht mehr als ein oder zwei Dutzend, die tatsächlich eine Burqa tragen.

Einige Schulen verbieten Frauen, die ihr Gesicht bedecken, den Zutritt zu ihrern Schulhöfen und den Schulgebäuden. Betroffen von diesem Verbot sind Mütter von Schulkindern, die ihr Gesicht mit einem Niqāb bedecken.

Eine der Schulen - es handelt sich um die Adolf-Klarenbach-Schule in Düsseldorf, die aktuell ein solches Verbot erlassen hat - spricht von einer „Bedeckung, die Ihre visuelle Identifikation (Gesichtserkennung) behindert”, verschleiert damit aber nur, dass de facto lediglich der Niqāb muslimischer Frauen gemeint ist.

Was ist von diesem Verbot zu halten?

Guido Wolf (CDU Baden-Württemberg), der zusammen mit seiner rheinland-pfälzischen Parteikollegin Julia Klöckner zu den wohl unbelehrbaren Befürwortern eines „Burkaverbotes” gehört, die offenbar gerne am rechten Rand der Gesellschaft fischen, fordert nun auch Gefängnisstrafen.