Wenn Sie wissen wollen, wie es ist, einer Frau, die Niqāb trägt, zuzuhören, kann ich Ihnen einige YouTube-Videos empfehlen, in denen diese Frauen zu Wort kommen. Schauen Sie einfach hin, hören Sie einfach zu...

Ich gehe davon aus, dass Sie sehr genau verstehen können, was die Frauen Ihnen sagen wollen, was sie Ihnen mitteilen wollen.

Beginnen wir mit einer deutschen Muslima, die erzählt, warum ihr Niqāb so gut gefällt:

Ich finde, man kann ihr sehr gut zuhören und auch zuschauen. Ihren Niqāb empfinde ich überhaupt nicht als störend, wenn ich ihr zuschaue und zuhöre.

Im Internet gibt es eine Petition für ein „Burkaverbot”, die Tobias Huch sowie Serkan Tören führen, beides FDP-Politiker.

Hier einige Anmerkungen zu dieser bei Rechten sehr beliebten und auf entsprechenden Seiten häufig beworbenen Petition, die ich hier aber - wie auch jeden rechten oder islamfeindlichen Müll - nicht verlinken werde.

Nach einem Bericht des „Hamburger Abendblattes” (siehe hier) wundert sich Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), dass „Frauen Burka tragen möchten”.

Nun ja - die meisten verschleierten Frauen würden wohl nie auf die Idee kommen, eine Burqa tragen zu wollen. Von den schätzungsweise 400 - 600 Frauen, die in der Freien und Hansestadt Hamburg einen Niqāb tragen, sind es wohl nicht mehr als ein oder zwei Dutzend, die tatsächlich eine Burqa tragen.

Einige Schulen verbieten Frauen, die ihr Gesicht bedecken, den Zutritt zu ihrern Schulhöfen und den Schulgebäuden. Betroffen von diesem Verbot sind Mütter von Schulkindern, die ihr Gesicht mit einem Niqāb bedecken.

Eine der Schulen - es handelt sich um die Adolf-Klarenbach-Schule in Düsseldorf, die aktuell ein solches Verbot erlassen hat - spricht von einer „Bedeckung, die Ihre visuelle Identifikation (Gesichtserkennung) behindert”, verschleiert damit aber nur, dass de facto lediglich der Niqāb muslimischer Frauen gemeint ist.

Was ist von diesem Verbot zu halten?

Guido Wolf (CDU Baden-Württemberg), der zusammen mit seiner rheinland-pfälzischen Parteikollegin Julia Klöckner zu den wohl unbelehrbaren Befürwortern eines „Burkaverbotes” gehört, die offenbar gerne am rechten Rand der Gesellschaft fischen, fordert nun auch Gefängnisstrafen.