Das Bundesverfassungsgericht hat in einem Beschluss vom 28. November 2016 das baden-württembergische Kopftuchverbot für Erzieherinnen gekippt. Es handele sich dabei um einen zulässigen Ausdruck ihrer religiösen Selbstbestimmung.

Laut den Karlsruher Richtern sei ein sogenanntes „islamisches Kopftuch in Deutschland nicht unüblich, sondern spiegele sich im gesellschaftlichen Alltag vielfach wider”.

Die Richter erklärten weiterhin, es gebe von der Verfassung her keinen Anspruch darauf, „von der Wahrnehmung anderer religiöser oder weltanschaulicher Bekenntnisse verschont zu bleiben”. Diese höchstrichterliche Erklärung ist auch im Hinblick auf die Verschleierung des Gesichts von Bedeutung.