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Frau im Niqab

Auf dieser Home Page geht es um sachliche Beiträge zur Ḥiǧāb- und Niqāb-Debatte, also umgangssprachlich um den Kopftuch- und „Burka”-Streit. Insbesondere möchte ich auf häufige Fragestellungen eingehen.

Wenn Sie sich einen schnellen Überblick verschaffen möchten, lesen Sie bitte die Seite mit dem Titel Kurz & bündig.

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Diese Home Page wird nicht von einem Muslim betrieben, sondern von einem evangelischen Christen, der sich für die Religionsfreiheit muslimischer Frauen einsetzt und Verbotsforderungen im Hinblick auf Ḥiǧāb und Niqāb ablehnend gegenübersteht. Mehr über mich erfahren sie auf meiner privaten Home Page K. & K. Momentaufnahmen.


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Heute wird häufig der arabische Begriff Hidschāb verwendet, wenn es eigentlich nur um das Kopftuch einer (häufig ansonsten auch „westlich” gekleideten) muslimischen Frau geht. Dies geschieht nicht nur in der Außenwahrnehmung, sondern auch innerislamisch, wenn etwa islamische Bekleidungsgeschäfte Kopftücher als Hidschāb bezeichnen.

Aber eigentlich ist die korrekte arabische Bezeichnung für ein Kopftuch Tarha.

Hidschāb meint eigentlich nicht ein Kleidungsstück, sondern ein islamisches Prinzip.

Das arabische Wort Hidschāb (حجاب) bedeutet so viel wie Vorhang, Schleier, Schirm, Schranke und meint eine Abschirmung zwischen einer Sache und einer anderen, eine Begrenzung. Der Zugriff auf etwas wird beschränkt. In der Regel ist die Sache hinter der Beschränkung Ḥarām, also verboten. Darum wird auch der traditionelle Frauenbereich „Harem” genannt.

Häufig wird der Begriff für eine Abgrenzung zwischen Frauen und Männern verwendet. Das kann auch ein Vorhang oder eine Tür sein, womit die Räume der Frauen abgrenzt, abschirmt werden, den Zugang zu ihnen beschränkt wird.

Im Prinzip meint Hidschāb:

  • dass eine Frau nur ihrem Ehemann, anderen Frauen und dem Kreis ihrer Mahram zugänglich ist,
  • dass sie sich vor allen anderen Personen stets verhüllt,
  • dass sie sich in ihrem Haus in Gegenwart anderer Personen entweder verhüllt oder in einen reinen Frauenbereich zurückzieht, der für fremde Männer Ḥarām ist (daher „Harem”) und
  • dass sie sich in der Öffentlichkeit grundsätzlich verhüllt

Die Verhüllung des Kopfes geschieht etwa mit einem Tarha, einem Khimar, dem Oberteil eines Çarşaf, einem al-Amira oder einem anderen Tuch, die des Körpers etwa mit einer Abaya, die des Gesichts mit einem Niqāb. Dabei soll der Körper so verhüllt werden, dass sich die Körperrundungen nicht abzeichnen und der Körper auch nicht durchscheint - also weit geschnitten und blickdicht.

Hidschāb umfasst zwingend die Verhüllung des Körpers mit Ausnahme der Hände und des Gesichts - und unter bestimmten Bedingungen (manchmal als Pflicht, manchmal als freiwillige verdienstvolle Tat) dann auch die Bedeckung des Gesichts und/oder der Hände.

Im Prinzip sollte unter dem Hidschāb das Haar nicht hochgesteckt sein oder gar der Eindruck besonders vollen Haars erweckt werden (was manche Frauen durch den Einsatz von Wattepolstern, Tüchern usw. unter ihrem Kopftuch erreichen wollen).

Heute wird Hidschāb aber eben meist als Bezeichnung für ein Kopftuch verwendet - auch dann, wenn offensichtlich keine „Abschirmung” oder „Begrenzung” stattfindet, wenn zum Kopftuch Make-up, enge Kleidung getragen wird usw.

Auch auf dieser Home Page verwende ich den Begriff „Hidschāb” meist in der heute gebräuchlicheren Form als Bezeichnung für ein Kopftuch (anstelle des eigentlich korrekten Begriffes „Tarha”) - anders als bei der Frage , da ich hier ich die korrekte Bezeichnung „Niqāb” verwende.